Ausrüstungs-Tipps für Outdoor-Anfänger

Ich packe meinen Rucksack und nehme mit…

Outdoor-Einsteiger, die sich komplett für ihre ersten Touren ausstatten wollen, geben

oft horrende Summen für eine augenscheinlich ordentliche Outdoor-Ausrüstung aus. Rein nach dem Motto: was teuer

ist, muss auch gut sein, bewegt sich die erstandene Erstausrüstung dabei locker im

vierstelligen Bereich. Allerdings kann man im vornherein schon einiges an Kosten

einsparen, ohne auf Outdoor-Feeling verzichten zu müssen. Natürlich möchte man

von Anfang an mit den geübten Outdoor-Spezialisten mithalten – eben auch was die

Ausrüstung betrifft- ohne am falschen Ende zu sparen. Was eine gute Ausrüstung

ausmacht, lernt man beim Trekking, Klettern und Wandern allerdings erst nach der

ein oder anderen Tour – der Preis ist es sicherlich nicht.

Um Anfängern den ersten Schritt in Richtung Outdoor-Profi kostengünstig zu

erleichtern, gibt es im Folgenden ein paar gute Tipps:

• Reisezeit günstig wählen

Anfängertouren sollten am besten in den wärmeren Monaten geplant werden.

Einerseits kann man so schwere und teure Ausrüstung für kalte Tage und Nächte

einsparen, andererseits tastet man sich als Anfänger meistens erst an das

Abenteuer Outdoor heran und möchte nicht gleich ins kalte Wasser geworfen

werden. Für alle Fälle sollte man dennoch auch bei wärmeren Temperaturen

regen- und windfeste Kleidung einpacken. Für die ersten Touren eignen sich aber

auch die Regenjacken, die man sowieso schon im Schrank hat. Wer danach

immer noch vom Erlebnis Outdoor begeistert ist, kann auch in professionelle

Outdoor-Bekleidung investieren.

• Ein Rucksack macht noch keinen Messner

Ein Highend-Rucksack für 800 Euro ist mit Sicherheit ein schickes Gadget, alleine

wird aber auch der Rucksack keinen Berg erklimmen. Beim Rucksack geht es

nicht darum, wie teuer er ist. Sicherlich bieten kostspielige Markenrucksäcke ein

Mehr an Komfort und raffinierten Features, dennoch leistet ein normaler

Rucksack fürs Erste sicher den gleichen Dienst. Wichtig bei der Wahl des

Rucksackes ist das Volumen, das für die gewählte Tour ausreichen soll, eine

gewisse Stabilität, Wetterfestigkeit und komfortables Tragegefühl. Der Rucksack

sollte möglichst ruhig am Rücken anliegen und dabei ein geringes Eigengewicht

haben, denn er ist immerhin eine permanentes Gewicht auf den Schultern. Wie

bei der Bekleidung gilt auch hier, wer Gefallen am Trakking, Wandern und

Klettern gefunden hat, darf gerne auch mehr in seinen Rucksack investieren.

• Das richtige Schuhwerk

Das Thema Schuhe wird auch unter Trakking-Experten noch breitgetreten. Einige

schwören auf professionelles Markenschuhwerk, andere auf ihre Lieblings No-

Name Wanderstiefel. Wichtig ist, dass die Schuhe nicht nagelneu sind, da jeder

noch so teure Schuh schmerzhafte Blasen verursachen kann. Besser sind hier

die guten alten Wanderschuhe, die bereits eingelaufen und bequem sind. Bieten

diese auch noch Schutz vor Kälte durch eine ausreichend dicke Sohle und

wasserabweisende Eigenschaften – eine gründliche Imprägnierung ist das a und

o – hat man den perfekten Outdoor-Schuh gefunden, ohne den Geldbeutel

unnötig strapazieren zu müssen. Wer allerdings am Schuh spart, spart definitiv

am falschen Ende. Hier sollte man sich unbedingt von einem erfahrenen

Spezialisten beraten lassen, falls man sich für einen Neukauf entscheidet.

• Schlafsack, Zelt und Kocher

Weitere Ausrüstungsgegenstände für eine ausgedehnte Outdoor-Tour sollten sich

Anfänger auf ihren ersten Ausflügen entweder von befreundeten Outdoor-

Begeisterten oder bei speziellen Outdoor-Verleih-Services ausleihen. Eine

komplette Ausrüstung auf ein Mal anzuschaffen ist eine enorme finanzielle

Investition, die sich zwar lohnt, sobald man beschließt das Hobby ernsthaft weiter

zu führen. Für Anfänger, die sich an die Materie Outdoor erst herantasten

möchten, bieten die Verleihdienste eine willkommene Möglichkeit, erste Schritte

in das Erlebnis zu wagen, ohne eine Fehlinvestition fürchten zu müssen. Kleinere

Ausrüstungsgegenstände wie eine Thermoskanne, eine Taschenlampe, ein

Taschenmesser oder ein Schlafsack befinden sich meist sowieso schon im

Hausbestand und können durchaus auf den ersten Touren weiterhelfen.

Als Outdoor-Neuling ist es nicht wichtig über die professionellste und aktuellste

Ausrüstung der Saison zu verfügen. Auch das äußere Erscheinungsbild ist fürs Erste

nicht ausschlaggebend. In erster Linie geht es bei den Annäherungen an das

Outdoor-Erlebnis darum, seine Leidenschaft für die Bewegung in der Natur und das

eigene Erfahren auszutesten. Jemand der beschließt professionell Kochen zu lernen

kauft sich auch nicht sofort einen neuen Herd und sündhaftteure Markenmesser, weil

das gerade in ist. Eine teure Ausrüstung alleine macht noch keinen guten Koch -

oder Bergsteiger.

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