Eine Reise nach Kroatien

Reisen kann man heute schon beinahe überallhin. Ob Asien, Amerika oder Australien, die Flüge sind mittlerweile relativ bezahlbar geworden. Doch um Urlaubsfeeling, Abenteuer und kulturelle Hochgenüsse zu erleben muss man eigentlich gar nicht so weit reisen. Viele unentdeckte Regionen liegen quasi um die Ecke. Kroatien war einst ein solcher Geheimtipp, mittlerweile aber kommen schon viele Urlauber aus Deutschland, Österreich und der Schweiz auf die Idee, eine Reise nach Kroatien zu unternehmen. Obwohl das Land stark an Beliebtheit zugenommen hat, findet man in Kroatien immer noch vom Tourismus relativ unberührte Ecken und Winkel. Ein gutes Beispiel dafür ist zum Beispiel die kleine Stadt Rovinj in Kroatien.

Kleine Stadt ganz groß

Obwohl Rovinj mit ungefähr 15 Tausend Einwohnern und circa 80 Quadratkilometern recht überschaubar ist, hat sie doch einiges zu bieten. Kein Wunder, dass Rovinj nun 2011, bereits zum zweiten Mal, 3 Millionen Übernachtungen pro Jahr zählte. Doch keine Angst, das bedeutet nicht, dass Rovinj überlaufen ist. Vielmehr aber, dass Rovinj ein breites Angebot an Hotels für seine Gäste bereithält. Überhaupt ist in Sachen Hotels Kroatien ein vielfältiges Land. Wer denkt im ehemaligen Jugoslawien findet man keinen Luxus, der irrt. Wer nach Kroatien reist, kann sich sicher sein, die ganze Palette an verschiedenen Beherbergungen vorzufinden.

What to do in Rovinj

Das schöne an Rovinj ist, dass die Stadt als Küstenstadt recht vielfältige Aktivitäten bietet und daher besonders für Familien, die sich nicht zwischen Sport- City- oder Strandurlaub entscheiden können, gut geeignet ist, da sie für alle etwas bietet. Wer Kultur sucht, der wird in der Altstadt fündig werden und kann in die bewegte Geschichte Rovinjs eintauchen. Da in Rovinj über die Jahrhunderte viele verschiedene Völker und Reiche Einfluss hatten, ist die Stadt geprägt von verschiedenen Stilen, was im architektonischen Stadtbild noch deutlich spürbar ist. Bauwerke findet man in Rovinj in großer Vielfalt. Alte Gebäude aus Gotik und sogar Romanik befinden sich zuweilen nahe an viel jüngeren Bauwerken aus Renaissance und Barock. Aber auch neoklassizistische Architektur findet man in Rovinj. Das berühmteste Bauwerk der Stadt ist die Kirche Sveta Eufemija, also Heilige Euphemia. Ihr Glockenturm erinnert stark an den Glockenturm des berühmten Markusdoms in Venedig – die Ähnlichkeit ist kein Zufall, Rovinj war im 13. Jahrhundert ein Teil Venedigs, das damals eine eigenständige Republik und sehr mächtige See- und Handelsmacht war.

Wen Geschichte und Kultur nicht die Bohne interessiert, der findet in Rovinj an den vielen Stränden kristallklares, türkises Wasser und schöne, zerklüftete Felsen. Doch auch für Ausflüge ist Rovinj ein guter Ausgangspunkt. Zum Beispiel das Limfjord ist ein beliebtes Ausflugsziel, das nicht weit von Rovinj liegt. Dabei handelt es sich um eine Bucht am schmalen Limski Kanal zwischen Vrsar und Rovinj. Eigentlich ist die weit verbreitete Bezeichnung Fjord in diesem Fall jedoch nicht korrekt, denn der Kanal entstand nicht durch Erosion durch einen Gletscher, wie diese Bezeichnung beschreibt, sondern durch einen Fluss. Der Fluss Pazincica grub über viele Millionen Jahre diesen 10 Kilometer langen Meeresarm in das Erdreich. Das Wort Limski kommt vom lateinischen Wort limes, was in der Antike soviel bedeutete wie Grenze. Damals verlief in eben diesem Gebiet der Grenzwall der Römer.

Wissenswertes zum Wahrzeichen der Stadt

Wer sich nicht für die Kultur und Architektur der Stadt begeistern kann, der sollte sich trotzdem zumindest die bereits erwähnte Sveta Eufemija ansehen. Denn die Geschichte zu dieser Kirche ist dann doch recht spannend. Denn die heilige Euphemia war eine Märtyrerin, die zur Zeit des römischen Kaisers Diokletian lebte. Pech für sie, denn Diokletian betrieb eine so außerordentlich aggressive Christenverfolgung, wie fast kein anderer. Die Legende erzählt, dass Euphemia wilden Tieren zum Fraß vorgeworfen werden sollte – diese taten ihr jedoch nichts. So musste man Euphemia erdolchen, um sie loszuwerden. Ihre letzte Ruhestätte sollte die Märtyrerin eigentlich in Byzanz finden – jedoch verschwand ihr Sarg auf wundersame Weise. Einige 100 Jahre später sollen die Gebeine der verschollenen Euphemia am Strand von Rovinj angespült worden sein, angeblich sogar genau hinter der Kirche. Seit dieser Zeit hat die heilige Euphemia in einem Steinsarkophag in eben dieser Kirche ihre nun warscheinlich wirklich letzte Ruhestätte gefunden und wurde außerdem zur Schutzpatronin der Stadt und ganz Istriens.

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